top of page

Bin ich normal? - Über Selbstzweifel, Selbstliebe und den Mut, echt zu sein

„Bin ich normal?“ Diese Frage höre ich in meiner Praxis immer wieder – ausgesprochen leise, manchmal mit Scham, manchmal mit Angst. Sie begleitet Menschen, wenn sie über ihre Sexualität, ihre Wünsche oder ihre Beziehungen sprechen. Doch oft steckt hinter dieser Frage etwas viel Tieferes: der Wunsch, dazuzugehören, richtig zu sein, so sein zu dürfen, wie man ist.


Woher kommen unsere Selbstzweifel?

Wir wachsen in einer Welt auf, die uns früh zeigt, wie wir „sein sollten“: wie Liebe aussieht, was Begehren bedeutet, was als richtig oder falsch gilt. Medien, Erziehung und gesellschaftliche Vorstellungen prägen unsere Bilder von Partnerschaft, Körper und Sexualität.

Doch diese Bilder sind eng. Sie lassen wenig Raum für Vielfalt, Veränderung, Echtheit. Wenn wir davon abweichen – in unseren Gefühlen, in unserem Körper, in unserer Sexualität – entsteht schnell das Gefühl: Mit mir stimmt etwas nicht.


Selbstzweifel sind oft der Schmerz darüber, nicht in die Form zu passen, die andere uns vorgeben. Aber sie sind auch ein leiser Hinweis: Etwas in mir möchte gesehen werden – so, wie es wirklich ist.


Selbstliebe ist kein Ziel – sondern eine Haltung


Selbstliebe bedeutet nicht, sich ständig großartig zu finden. Es bedeutet, sich ehrlich zu begegnen – mit all den Widersprüchen, Unsicherheiten und Empfindungen, die zu einem Menschen gehören.


In meiner Arbeit erlebe ich immer wieder: Wenn wir aufhören, uns zu bewerten, entsteht Raum für Verständnis. Wenn wir uns erlauben, echt zu sein, wächst Vertrauen. Und erst aus diesem Vertrauen kann echte Nähe entstehen – zu uns selbst und zu anderen.


Selbstliebe beginnt dort, wo wir aufhören, uns zu vergleichen.


Was heißt „normal“ überhaupt?

„Normal“ ist das, was wir gelernt haben, oft ohne zu hinterfragen. Doch das, was für die Mehrheit gilt, muss nicht automatisch gesund, erfüllend oder richtig für uns sein. In der Sexualität, in Beziehungen, in Lebensentwürfen gibt es keine universelle Norm. Was zählt, ist, dass es gut für Sie ist – dass Sie sich sicher, frei und lebendig fühlen dürfen.


Ich ermutige meine Klient*innen, ihr eigenes Maß zu finden: nicht das, was Gesellschaft oder Medien vorgeben, sondern das, was sich im Herzen stimmig anfühlt.


Verbindung statt Vergleich


Viele Menschen glauben, sie müssten erst „richtig“ sein, um geliebt zu werden. Doch wahre Verbindung entsteht nicht durch Perfektion, sondern durch Echtheit. Wenn wir den Mut finden, uns so zu zeigen, wie wir sind – auch mit Unsicherheiten, Wünschen oder Grenzen – wird Liebe wieder lebendig.

„Das größte Geschenk, das wir in Beziehungen machen können, ist unsere Wahrhaftigkeit.“


Fazit: Du bist mehr als „normal“ – du bist echt.


Ob in der Sexualität, in der Beziehung oder im Umgang mit sich selbst: die Frage „Bin ich normal?“ darf sich wandeln zu „Was tut mir gut?“

Wenn du spürst, dass alte Glaubenssätze, Scham oder gesellschaftliche Erwartungen dich verunsichern, kann ein geschützter Raum helfen, dich selbst besser zu verstehen.

In der Paartherapie und Sexualberatung geht es nicht darum, „normal“ zu werden –sondern authentisch, frei und verbunden.


Vereinbare gerne ein kostenfreies Erstgespräch – ich freue mich auf dich!


 
 
bottom of page