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Dating & Vertrauen: Wenn Engel und Teufel auf deiner Schulter flüstern

Kennst du das auch?

Du sitzt bei einem ersten Date, das Gespräch fließt, ihr lacht – und trotzdem ist da dieses leise Ziehen im Bauch. Eine Stimme in dir sagt:

„Vorsicht. Öffne dich nicht zu schnell.“

Und gleichzeitig spürst du, wie dein Herz sich wünscht, einfach fallen zu dürfen. Du willst glauben, dass dieser Mensch anders ist, dass vielleicht diesmal alles gut wird.



Doch die Erinnerung an frühere Enttäuschungen flüstert mit.

Plötzlich entsteht dieser innere Zwiespalt – zwischen Hoffnung und Angst, zwischen Vertrauen und Zweifel, wie zwei kleine Gestalten auf deiner Schulter: Der Engel, der dich ermutigt, dich einzulassen. Und der Teufel, der dich warnt, nicht denselben Fehler noch einmal zu machen.

Zwischen Selbstschutz und Offenheit - Dating ist oft nicht nur aufregend, sondern auch widersprüchlich und emotional herausfordernd. Oft sitzen da zwei kleine Stimmen auf unseren Schultern:


Auf der einen Seite der Engel, der flüstert:

„Trau dich. Gib diesem Menschen eine Chance. Vielleicht wartet hier etwas Echtes.“


Und auf der anderen Seite der Teufel, der mahnt:

„Erinnere dich, wie es das letzte Mal geendet hat. Öffne dich – und du wirst wieder verletzt.“


Beide Stimmen wollen dich schützen.

Doch während der Engel Hoffnung schenkt, nährt der Teufel die Angst.

So beginnt der innere Konflikt zwischen Vertrauen und Misstrauen, zwischen dem Wunsch nach Nähe und der Furcht vor erneuter Enttäuschung.


Glaubenssätze: Wenn alte Erfahrungen das Herz lenken


Bei der Paartherapie in meiner täglichen Arbeit zeigt sich immer wieder: unsere früheren Erfahrungen prägen, wie wir auf Nähe reagieren.

Wer verletzt wurde, entwickelt häufig unbewusst Glaubenssätze, die wie unsichtbare Mauern wirken:


„Ich ziehe immer die Falschen an.“

„Wenn ich ICH bin, bin ich nicht gut genug.“

„Sobald ich Nähe zulasse, werde ich verletzt.“


Solche Sätze entstehen aus Schmerz – und sie wollen uns schützen.

Doch gleichzeitig verhindern sie, dass wir uns wirklich auf jemanden einlassen und sie halten die Liebe auf Abstand, während wir glauben, uns zu schützen.


In der paartherapeutischen Begleitung in meiner Praxis geht es sehr oft darum, diese Muster bewusst zu machen. Denn erst, wenn du erkennst, welche Geschichte dein Herz noch erzählt, kannst du sie neu schreiben.

Und wenn du lernst, beide Stimmen von Engel und Teufel wahrzunehmen, kannst du Entscheidungen treffen, die weder von Angst noch von Illusionen bestimmt sind, sondern von innerer Klarheit


Der Vertrauensvorschuss: Mut statt Naivität


Einen Vertrauensvorschuss zu geben, bedeutet nicht, blauäugig zu sein.

Es ist die bewusste und mutige Entscheidung, trotz Unsicherheit offen zu bleiben.

Denn Vertrauen ist kein Geschenk an den anderen, sondern an dich selbst.

„Ich weiß, dass ich verletzt werden könnte – aber ich will lieben, fühlen, leben.“


Ohne diesen Schritt bleibt jede Begegnung an der Oberfläche.

Nur wenn du dich innerlich öffnest, kann echte emotionale Tiefe entstehen – auch mit dem Risiko, dass es weh tun könnte.


Fazit: Liebe braucht Mut – und Selbstreflexion


Echtes Vertrauen entsteht nicht, wenn du keine Angst mehr hast,

sondern wenn du trotz Angst bereit bist, dich einzulassen.

Denn Liebe ist kein Zustand – sie ist eine Entscheidung, die du immer wieder triffst.

Und manchmal beginnt sie genau dort,

wo du dich traust, dem Engel auf deiner Schulter ein wenig mehr zuzuhören.

Wenn du spürst, dass alte Verletzungen oder Glaubenssätze dich daran hindern, dich wirklich zu öffnen, helfe ich dir gerne, diese Dynamiken zu verstehen und zu verändern.


Vereinbare gerne ein kostenfreies Erstgespräch – ich freue mich auf dich!


Foto von Good Faces auf Unsplash

 
 
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